🏭 Nizza-Klasse 40: Materialbearbeitung & Recycling
91.230 Marken sind im EUIPO-Register für Klasse 40 erfasst, die Klasse für Materialbehandlung, Recycling und Energieerzeugung (Stand Juli 2026). (Stand Juli 2026).
91.230
Marken im EU-Register
53.750
Beim EUIPO eingetragen
+34 %
Wachstum 2020–2024
50 %
Wortmarken-Anteil
Klasse 40 ist die Klasse der Verarbeiter: Sie umfasst die Behandlung und Umwandlung von Materialien im Auftrag Dritter, von der Lohnfertigung über Textilveredelung und 3D-Druck bis zu Recycling und Energieerzeugung. Im EUIPO-Register sind 91.230 Marken für Klasse 40 erfasst, davon 53.750 eingetragen (Stand Juli 2026, EUIPO-Registerdaten). Und die Klasse legt kräftig zu: Die Neuregistrierungen stiegen von 4.409 im Jahr 2020 auf 5.928 im Jahr 2024, ein Plus von 34 Prozent, 2025 kamen 5.267 hinzu. Ein Blick auf die Top-Anmelder zeigt, wie breit die Klasse ist: Vorn liegt Fujifilm mit 95 Marken, gefolgt vom Denim-Spezialisten Isko (85) und der UEFA (77). Direkt dahinter folgen mit E.ON (65) und EDP (64) gleich zwei Energieversorger, denn auch die Energieerzeugung fällt in Klasse 40. Genau die Hälfte der Marken in dieser Klasse, 50 Prozent, sind Wortmarken. Wer hier gründet, konkurriert also mit Konzernen aus Industrie, Sport und Energie zugleich.
Was gehört in Klasse 40?
Klasse 40 deckt die Behandlung und Umwandlung von Materialien für andere ab. Entscheidend ist: Du bearbeitest fremdes Material oder fertigst im Kundenauftrag, du verkaufst nicht dein eigenes Serienprodukt. Typische Beispiele: Lohn- und Auftragsfertigung, kundenspezifische Herstellung, 3D-Druck für Dritte, Druckereien, Textil- und Metallveredelung, Schweißen und Gießen, Recycling und Abfallbehandlung, Wasser- und Luftreinigung sowie die Erzeugung von Energie. Wichtig zur Abgrenzung: Wer eigene Produkte herstellt und unter seiner Marke verkauft, braucht die passenden Warenklassen. Und Reparatur, Wartung und Installation gehören nicht hierher, sondern in Klasse 37.
Typische Beispiele: Verarbeitung/Bearbeitung von Materialien, 3D-Druck, Recycling
Neue EUIPO-Registrierungen pro Jahr in Klasse 40
Die aktivsten Anmelder in Klasse 40
| # | Anmelder | Marken |
|---|---|---|
| 1 | Fujifilm Corporation | 95 |
| 2 | Isko Srl | 85 |
| 3 | Union Des Associations Européennes De Football (Uefa) | 77 |
| 4 | Eon Se | 65 |
| 5 | Edp - Energias De Portugal Sa | 64 |
| 6 | Fraunhofer-Gesellschaft Zur Förderung Der Angewandten Forschung Ev | 62 |
| 7 | Bp Plc | 57 |
| 8 | Fédération Internationale De Football Association (Fifa) | 54 |
| 9 | Taiwan Semiconductor Manufacturing Co Ltd | 54 |
| 10 | Polska Wytwórnia Papierów Wartościowych Sa | 49 |
Wortmarke oder Bildmarke?
Wird oft kombiniert mit
Denke Klasse 40 selten allein: In der Praxis wird sie am häufigsten mit Klasse 42 (Engineering, Forschung, technische Beratung), Klasse 35 (Handel, Werbung, Vermittlung) und Klasse 37 (Installation, Wartung, Reparatur) kombiniert. Ein Fertigungs-Startup, das auch Prototypen entwickelt und Anlagen wartet, deckt mit 40, 42 und 37 die typischen Lücken ab. Prüfe außerdem, ob dein Name als Wortmarke funktioniert: In Klasse 40 sind 50 Prozent der Marken Wortmarken, der Schutz des reinen Namens ist hier also absolut üblich. Und recherchiere vor der Anmeldung im Register, denn mit Fujifilm, der UEFA und E.ON sind einige sehr aktive Anmelder in dieser Klasse unterwegs.
Typische Fehler bei Klasse 40
Der häufigste Fehler: Fertigungsbetriebe melden nur Warenklassen an, obwohl ihr Kerngeschäft Lohnfertigung ist. Wer im Kundenauftrag fräst, druckt oder veredelt, erbringt eine Dienstleistung der Klasse 40, die Warenklasse allein schützt dieses Geschäft nicht. Zweiter Klassiker: die Verwechslung mit Klasse 37. Als Faustregel gilt: Wird ein Gegenstand repariert oder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt, ist es Klasse 37, wird das Material wesentlich verändert oder umgewandelt, ist es Klasse 40. Drittens unterschätzen viele Nachhaltigkeits-Startups die Klasse: Upcycling, Recycling und Energieerzeugung sind Kern von Klasse 40, doch wer die aufbereiteten Produkte anschließend selbst verkauft, braucht zusätzlich die passenden Warenklassen.
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Häufige Fragen
Was fällt in Nizza-Klasse 40?
Klasse 40 umfasst die Behandlung und Umwandlung von Materialien für Dritte: Lohnfertigung, kundenspezifische Herstellung, 3D-Druck im Auftrag, Druckereien, Textil- und Metallveredelung, Recycling, Abfallbehandlung sowie die Erzeugung von Energie. Geschützt wird die Dienstleistung am Material, nicht das eigene Serienprodukt, dafür sind die Warenklassen zuständig.
Warum melden E.ON und die UEFA Marken in Klasse 40 an?
Laut EUIPO-Registerdaten (Stand Juli 2026) führen Fujifilm (95), Isko (85) und die UEFA (77) die Klasse an, gefolgt von den Energieversorgern E.ON (65) und EDP (64). Bei E.ON und EDP ist der Grund klar: Die Energieerzeugung gehört zu Klasse 40. Große Rechteinhaber wie die UEFA sichern ihre Marken zudem oft breit über viele Klassen ab, etwa für Lizenz- und Merchandising-Szenarien.
Klasse 40 oder Klasse 37, wo liegt der Unterschied?
Die Faustregel: Reparatur, Instandhaltung und Installation gehören in Klasse 37, die wesentliche Veränderung oder Umwandlung von Material in Klasse 40. Wer eine Maschine repariert, ist in 37, wer Metall beschichtet, Stoffe färbt oder Abfall zu neuem Rohstoff verarbeitet, ist in 40. Viele Betriebe brauchen beide Klassen.
Welche Klassen kombiniert man typischerweise mit Klasse 40?
Am häufigsten Klasse 42 für Engineering, Forschung und technische Beratung, Klasse 35 für Handel und Werbung sowie Klasse 37 für Installation, Wartung und Reparatur. Ein Lohnfertiger, der auch konstruiert und Anlagen betreut, deckt mit 40, 42 und 37 sein Geschäftsmodell vollständig ab.
Quellen
EUIPO – Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum: Registerdaten zu Unionsmarken und internationalen Registrierungen mit EU-Schutzwirkung, Stand Juli 2026.
WIPO – Nizza-Klassifikation: Klassendefinitionen und Oberbegriffe (11. Ausgabe).
Methodik: eigene Auswertung von markencheck.ai; Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt.
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