🖥️ Nizza-Klasse 42: IT, Software & SaaS
Mit 550.754 Marken ist Klasse 42 die drittgrößte Nizza-Klasse im EUIPO-Register und die Heimat von Software, SaaS und IT-Dienstleistungen (Stand Juli 2026). (Stand Juli 2026).
550.754
Marken im EU-Register
289.725
Beim EUIPO eingetragen
+24 %
Wachstum 2020–2024
57 %
Wortmarken-Anteil
Klasse 42 ist die Tech-Klasse der Nizza-Klassifikation: Sie umfasst wissenschaftliche und technologische Dienstleistungen, Softwareentwicklung und SaaS. Im EUIPO-Register sind 550.754 Marken für Klasse 42 erfasst, davon 289.725 eingetragen (Stand Juli 2026, EUIPO-Registerdaten). Damit ist sie die drittgrößte aller 45 Klassen, und keine andere große Klasse wächst schneller. Die Zahlen zeigen den Software-Boom deutlich: 2020 gab es 25.038 Neuregistrierungen in Klasse 42, 2024 waren es 31.068, ein Plus von 24 Prozent. Auch 2025 blieb das Niveau mit 30.433 Neuregistrierungen hoch. An der Spitze der Anmelder steht übrigens nicht etwa ein US-Konzern, sondern die Deutsche Telekom mit 1.448 Marken, vor IBM (850), Microsoft (616), Huawei (596) und Amazon (541). Wenn du eine App, eine Plattform oder ein SaaS-Produkt launchst, führt an Klasse 42 kaum ein Weg vorbei.
Was gehört in Klasse 42?
Klasse 42 deckt Dienstleistungen ab, keine Produkte: wissenschaftliche und technologische Dienstleistungen, Forschung und Entwicklung, Engineering sowie das gesamte Feld der IT-Services. Entscheidend ist, dass du eine Leistung erbringst, nicht eine Ware verkaufst. Typische Beispiele: SaaS und cloudbasierte Software, Softwareentwicklung und -wartung, Hosting und Cloud-Services, IT-Beratung, KI- und Datenanalyse-Dienste, Forschungsdienstleistungen sowie Webdesign und UX-Design. Wichtig zur Abgrenzung: Herunterladbare Software und Apps gelten als Ware und gehören in Klasse 9, reine Telekommunikationsdienste in Klasse 38.
Typische Beispiele: SaaS, Softwareentwicklung, Hosting, IT-Dienste, KI/Forschung, Design
Neue EUIPO-Registrierungen pro Jahr in Klasse 42
Die aktivsten Anmelder in Klasse 42
| # | Anmelder | Marken |
|---|---|---|
| 1 | Deutsche Telekom Ag | 1.448 |
| 2 | International Business Machines Corporation | 850 |
| 3 | Microsoft Corporation | 616 |
| 4 | Huawei Technologies Co Ltd | 596 |
| 5 | Amazon Technologies Inc | 541 |
| 6 | Google Llc | 537 |
| 7 | Apple Inc | 486 |
| 8 | Intesa Sanpaolo Spa | 419 |
| 9 | Boehringer Ingelheim International Gmbh | 389 |
| 10 | Siemens Aktiengesellschaft | 366 |
Wortmarke oder Bildmarke?
Wird oft kombiniert mit
Plane Klasse 42 selten allein: In der Praxis wird sie am häufigsten mit Klasse 9 (herunterladbare Software und Apps), Klasse 35 (Werbung, Handel, Plattformdienste) und Klasse 41 (Schulungen, Online-Kurse) kombiniert. Prüfe vor der Anmeldung, welche dieser Bausteine dein Geschäftsmodell wirklich braucht, denn nachträglich lässt sich das Verzeichnis nicht erweitern. Zur Markenform: 57 Prozent der Marken in Klasse 42 sind Wortmarken, der Name selbst ist in der Tech-Branche also das wichtigste Schutzgut. Und weil die Klasse so groß und wachstumsstark ist, lohnt sich vor der Anmeldung eine gründliche Ähnlichkeitsrecherche im Register.
Typische Fehler bei Klasse 42
Der häufigste Fehler: SaaS-Anbieter melden ihre Marke nur in Klasse 9 oder Klasse 35 an und lassen Klasse 42 aus. Der eigentliche Online-Service bleibt dann ungeschützt, und ein Wettbewerber kann sich denselben Namen genau dort sichern. Zweiter Klassiker: zu pauschale Begriffe im Waren- und Dienstleistungsverzeichnis. Wer nur „Software“ einträgt, riskiert Beanstandungen und einen unklaren Schutzumfang; konkrete Formulierungen wie „Software as a Service für Buchhaltung“ sind besser. Und drittens verwechseln viele Werbung und Technik: Online-Marketing und Vertrieb gehören in Klasse 35, nicht in Klasse 42, auch wenn beides digital stattfindet.
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Häufige Fragen
Was fällt in Nizza-Klasse 42?
Klasse 42 umfasst wissenschaftliche und technologische Dienstleistungen: Softwareentwicklung, SaaS, Hosting, Cloud-Services, IT-Beratung, KI- und Forschungsdienste sowie Webdesign. Entscheidend ist der Dienstleistungscharakter. Herunterladbare Software und Apps zählen dagegen als Ware und gehören in Klasse 9.
Wie umkämpft ist Klasse 42?
Sehr. Mit 550.754 Marken, davon 289.725 eingetragen, ist Klasse 42 die drittgrößte Nizza-Klasse im EUIPO-Register (Stand Juli 2026). Die Neuregistrierungen stiegen von 25.038 im Jahr 2020 auf 31.068 im Jahr 2024, ein Plus von 24 Prozent und das stärkste Wachstum unter den großen Klassen. Eine gründliche Recherche vor der Anmeldung ist hier besonders wichtig.
Wortmarke oder Bildmarke für Software-Unternehmen?
In Klasse 42 sind 57 Prozent aller Marken Wortmarken, deutlich mehr als in vielen anderen Klassen. Das passt zur Branche: Bei Software zählt vor allem der Name, unter dem das Produkt gesucht, verlinkt und empfohlen wird. Eine Wortmarke schützt diesen Namen in jeder Gestaltung, ein Logo lässt sich später zusätzlich absichern.
Welche Klassen kombiniert man typischerweise mit Klasse 42?
Am häufigsten Klasse 9 für herunterladbare Software und Apps, Klasse 35 für Werbung, Handel und Plattformdienste sowie Klasse 41 für Schulungen und Online-Kurse. Ein SaaS-Anbieter mit Mobile App und Academy deckt mit 42, 9 und 41 die typischen Schutzlücken ab. Welche Kombination passt, hängt vom konkreten Geschäftsmodell ab.
Quellen
EUIPO – Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum: Registerdaten zu Unionsmarken und internationalen Registrierungen mit EU-Schutzwirkung, Stand Juli 2026.
WIPO – Nizza-Klassifikation: Klassendefinitionen und Oberbegriffe (11. Ausgabe).
Methodik: eigene Auswertung von markencheck.ai; Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt.
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