🏗️ Nizza-Klasse 37: Bauwesen, Reparatur & Installation

175.093 Marken sind im EUIPO-Register für Klasse 37 erfasst, die Klasse für Bauleistungen, Reparatur- und Installationsarbeiten (Stand Juli 2026). (Stand Juli 2026).

175.093

Marken im EU-Register

100.995

Beim EUIPO eingetragen

+26 %

Wachstum 2020–2024

48 %

Wortmarken-Anteil

Datenbasis: EU-Markenregister des EUIPO (Unionsmarken und internationale Registrierungen mit EU-Schutzwirkung), Stand Juli 2026.

Klasse 37 ist die Klasse der Ausführung: Sie umfasst Bauwesen, Reparatur und Installation, also alles vom Hausbau über die Elektroinstallation bis zur Kfz-Werkstatt. Im EUIPO-Register sind 175.093 Marken für Klasse 37 erfasst, davon 100.995 eingetragen (Stand Juli 2026, EUIPO-Registerdaten). Die Klasse wächst kräftig: Die Neuregistrierungen stiegen von 7.448 im Jahr 2020 auf 9.378 im Jahr 2024, ein Plus von 26 Prozent, 2025 kamen 8.780 hinzu. Ein Blick auf die Top-Anmelder überrascht: Nicht Baukonzerne führen die Klasse an, sondern Autohersteller. Volkswagen steht mit 717 Marken vorn, dahinter folgen die Deutsche Telekom (474), Jaguar Land Rover (164), IBM (147) und Mercedes-Benz (138). Der Grund: Reparatur und Wartung sind Dienstleistungen und gehören damit in Klasse 37, vom Werkstattservice bis zur Netzinstallation. 48 Prozent der Marken in Klasse 37 sind Wortmarken, der Rest verteilt sich vor allem auf Logos und Wort-Bildmarken.

Was gehört in Klasse 37?

Klasse 37 deckt drei Bereiche ab: Bauwesen, Reparaturarbeiten und Installationsdienste. Es geht immer um die handwerkliche oder technische Ausführung als Dienstleistung. Typische Beispiele: Hoch- und Tiefbau, Renovierung und Sanierung, Handwerksbetriebe wie Elektriker, Sanitär- und Heizungsinstallateure, Maler und Dachdecker, außerdem Kfz-Werkstätten, Gebäudereinigung sowie die Wartung von Maschinen und Anlagen. Wichtig zur Abgrenzung: Baumaterialien selbst gehören in Warenklassen, etwa Klasse 19 für Baustoffe oder Klasse 6 für Metallbauteile. Und wer plant statt baut, ist in Klasse 42 richtig, denn Architektur- und Ingenieurleistungen fallen nicht unter Klasse 37.

Typische Beispiele: Bauwesen, Reparatur, Installationsarbeiten

Neue EUIPO-Registrierungen pro Jahr in Klasse 37

Die aktivsten Anmelder in Klasse 37

#AnmelderMarken
1Volkswagen Aktiengesellschaft717
2Deutsche Telekom Ag474
3Jaguar Land Rover Limited164
4International Business Machines Corporation147
5Mercedes-Benz Group Ag138
6Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft133
7Alstom Holdings121
8Bp Plc118
9Embraer Sa116
10Geze Gmbh111
Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt. Datenquelle: EUIPO-Registerdaten, Stand Juli 2026.

Wortmarke oder Bildmarke?

Wird oft kombiniert mit

Melde Klasse 37 im Zweifel nicht isoliert an: In der Praxis wird sie am häufigsten mit Klasse 42 (Planung, Ingenieur- und Architekturleistungen), Klasse 35 (Werbung, Vermittlung, Franchise) und Klasse 9 (Software, Steuerungen, smarte Geräte) kombiniert. Überlege vor der Anmeldung, wohin sich dein Betrieb entwickeln soll, denn das Verzeichnis lässt sich später nicht erweitern. Beschreibe deine Dienstleistungen außerdem konkret, also etwa Installationsarbeiten für Photovoltaikanlagen statt nur Bauwesen, das macht den Schutz belastbarer. Und recherchiere vorab im Register: Mit Volkswagen, der Deutschen Telekom und IBM sitzen in Klasse 37 einige sehr aktive Anmelder, mit denen niemand kollidieren möchte.

Typische Fehler bei Klasse 37

Der häufigste Fehler rund um Klasse 37 ist die Verwechslung von Planung und Ausführung. Ein Bauunternehmen, das auch Entwürfe und Statik anbietet, braucht neben Klasse 37 die Klasse 42, umgekehrt reicht einem reinen Planungsbüro die 42 allein nicht, sobald es selbst baut oder bauen lässt. Zweiter Fehler: den Service vergessen. Wer Produkte verkauft und dazu Montage, Wartung oder Reparatur unter eigener Marke anbietet, braucht Klasse 37 zusätzlich zu seinen Warenklassen, genau deshalb sichern sich Volkswagen und Mercedes-Benz die Klasse für ihr Werkstatt- und Servicegeschäft. Drittens unterschätzen viele Gründer die Digitalisierung des eigenen Angebots: Eine Handwerker-App oder smarte Gebäudetechnik berührt Klasse 9, die bei der Erstanmeldung oft fehlt.

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Häufige Fragen

Was fällt in Nizza-Klasse 37?

Klasse 37 umfasst Bauwesen, Reparatur und Installation: Hoch- und Tiefbau, Renovierung, Handwerksleistungen wie Elektro-, Sanitär-, Maler- und Dacharbeiten, dazu Kfz-Werkstätten, Gebäudereinigung und die Wartung von Maschinen. Geschützt wird die Ausführung als Dienstleistung. Baumaterialien gehören dagegen in Warenklassen wie 19 oder 6, Planungsleistungen in Klasse 42.

Warum führen Autohersteller die Klasse 37 an?

Laut EUIPO-Registerdaten (Stand Juli 2026) ist Volkswagen mit 717 Marken der größte Anmelder in Klasse 37, auch Jaguar Land Rover (164) und Mercedes-Benz (138) stehen in den Top 5, dazwischen liegen die Deutsche Telekom (474) und IBM (147). Der Grund: Reparatur und Wartung sind Dienstleistungen der Klasse 37, und Hersteller sichern ihre Marken damit für Werkstattservice, Ersatzteilgeschäft und Installationsdienste ab.

Brauche ich als Handwerksbetrieb Klasse 37 oder Klasse 42?

Für die Ausführung, also Bauen, Installieren, Reparieren, ist Klasse 37 die richtige. Klasse 42 deckt dagegen Planung, Ingenieur- und Architekturleistungen ab. Viele Betriebe machen beides, etwa ein Elektrobetrieb, der Anlagen plant und installiert, und fahren dann mit der Kombination aus 37 und 42 am sichersten.

Welche Klassen kombiniert man typischerweise mit Klasse 37?

Am häufigsten Klasse 42 für Planungs- und Ingenieurleistungen, Klasse 35 für Werbung, Vermittlung und Franchise sowie Klasse 9 für Software und smarte Gerätetechnik. Ein Installationsbetrieb mit eigener Service-App und Franchise-Plänen deckt mit 37, 9 und 35 die typischen Lücken ab.

Hinweis: Diese Seite bietet allgemeine Registerstatistiken und Informationen zur Nizza-Klassifikation, keine Rechtsberatung. Die passende Klassenwahl hängt vom Einzelfall ab; maßgeblich ist die amtliche Klassifikation.

Quellen

EUIPO – Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum: Registerdaten zu Unionsmarken und internationalen Registrierungen mit EU-Schutzwirkung, Stand Juli 2026.

WIPO – Nizza-Klassifikation: Klassendefinitionen und Oberbegriffe (11. Ausgabe).

Methodik: eigene Auswertung von markencheck.ai; Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt.

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