🏦 Nizza-Klasse 36: Versicherung, Finanzen & Immobilien

200.414 Marken sind im EUIPO-Register für Klasse 36 erfasst, die Klasse für Versicherungen, Finanzdienstleistungen und das Immobilienwesen (Stand Juli 2026). (Stand Juli 2026).

200.414

Marken im EU-Register

109.871

Beim EUIPO eingetragen

+13 %

Wachstum 2020–2024

52 %

Wortmarken-Anteil

Datenbasis: EU-Markenregister des EUIPO (Unionsmarken und internationale Registrierungen mit EU-Schutzwirkung), Stand Juli 2026.

Klasse 36 bündelt drei große Geschäftsfelder: das Versicherungswesen, Finanzdienstleistungen wie Banking, Zahlungsverkehr und Vermögensverwaltung sowie das Immobilienwesen. Im EUIPO-Register sind 200.414 Marken für Klasse 36 erfasst, davon 109.871 eingetragen (Stand Juli 2026, EUIPO-Registerdaten). Die Klasse wächst spürbar: Die Neuregistrierungen stiegen von 8.932 im Jahr 2020 auf 10.104 im Jahr 2024, ein Plus von 13 Prozent, 2025 kamen 9.915 hinzu. An der Spitze der Anmelderliste steht mit Intesa Sanpaolo eine italienische Großbank mit 1.183 Marken. Auf Platz zwei folgt aber keine Bank, sondern die Deutsche Telekom mit 1.005 Marken, noch vor Mastercard (486), BBVA (301) und Barclays (216). Ein Telekommunikationskonzern unter den Top-Anmeldern der Finanzklasse zeigt, wie sehr Bezahldienste und digitale Finanzprodukte die Klasse inzwischen prägen. 52 Prozent der Marken in Klasse 36 sind Wortmarken, der Name ist hier das zentrale Asset.

Was gehört in Klasse 36?

Klasse 36 umfasst Dienstleistungen aus drei Bereichen: Versicherungswesen (Versicherungen, Versicherungsberatung und -vermittlung), Finanzwesen (Bankgeschäfte, Zahlungsverkehr und digitale Bezahldienste, Kredite, Vermögens- und Anlageberatung) und Immobilienwesen (Immobilienvermittlung, Hausverwaltung, Vermietung und Verpachtung). Wichtig zur Abgrenzung: Die App oder Software selbst gehört in Klasse 9, deren Entwicklung und Betrieb als SaaS in Klasse 42, und Bauleistungen fallen in Klasse 37. Klasse 36 schützt die Finanz- oder Immobiliendienstleistung, nicht die Technik dahinter.

Typische Beispiele: Bankgeschäfte, Zahlungsdienste, Versicherung, Immobilien

Neue EUIPO-Registrierungen pro Jahr in Klasse 36

Die aktivsten Anmelder in Klasse 36

#AnmelderMarken
1Intesa Sanpaolo Spa1.183
2Deutsche Telekom Ag1.005
3Mastercard International Incorporated486
4Banco Bilbao Vizcaya Argentaria Sa301
5Barclays Plc216
6Banca Mediolanum Spa202
7Union Des Associations Européennes De Football (Uefa)200
8Bankinter Sa194
9American International Group Inc178
10Banco Santander Sa175
Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt. Datenquelle: EUIPO-Registerdaten, Stand Juli 2026.

Wortmarke oder Bildmarke?

Wird oft kombiniert mit

In der Praxis wird Klasse 36 am häufigsten mit Klasse 35 (Werbung, Geschäftsführung, Vermittlungsplattformen), Klasse 42 (Softwareentwicklung und SaaS) und Klasse 9 (Apps und Software) kombiniert, für Fintechs ist das Trio 36, 42 und 9 fast schon Standard. Wähle einen Namen mit Abstand zu den üblichen Branchenbegriffen, das erhöht die Chance auf Eintragung und senkt das Kollisionsrisiko. Und prüfe das Register gründlich, bevor du anmeldest: Intesa Sanpaolo allein hält 1.183 Marken in der Klasse, auch Deutsche Telekom und Mastercard pflegen hier sehr große Portfolios.

Typische Fehler bei Klasse 36

Der klassische Fintech-Fehler: nur Klasse 36 anmelden. Die Banking-App selbst gehört in Klasse 9, die Softwareplattform dahinter in Klasse 42, wer nur die Finanzdienstleistung schützt, lässt das eigentliche Produkt offen. Der zweite Fehler ist das Gegenteil: Immobilienmakler und Finanzberater schützen ihre Marke in Klasse 35, weil dort „Geschäftsführung“ steht, dabei liegen Vermittlung, Verwaltung und Beratung rund um Geld und Immobilien in Klasse 36. Und drittens scheitern viele Namen an der Unterscheidungskraft: Begriffe wie Kapital, Invest oder Immo sind in der Branche allgegenwärtig und beschreibend, rein beschreibende Zeichen werden aber nicht eingetragen. Dass 52 Prozent der Marken in Klasse 36 Wortmarken sind, unterstreicht, wie viel hier am Namen hängt.

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Häufige Fragen

Was fällt in Nizza-Klasse 36?

Klasse 36 umfasst Versicherungswesen, Finanzdienstleistungen und Immobilienwesen: Versicherungen und deren Vermittlung, Bankgeschäfte, Zahlungsverkehr und Anlageberatung sowie Immobilienvermittlung, Hausverwaltung und Vermietung. Die zugehörige App oder Software gehört dagegen in die Klassen 9 und 42.

Warum meldet die Deutsche Telekom so viele Marken in Klasse 36 an?

Laut EUIPO-Registerdaten (Stand Juli 2026) steht die Deutsche Telekom mit 1.005 Marken auf Platz zwei der Klasse, direkt hinter der italienischen Großbank Intesa Sanpaolo (1.183) und vor Mastercard (486). Klasse 36 sichern sich längst nicht nur Banken, sondern auch Konzerne mit Bezahldiensten, Abrechnungs- und Finanzierungsangeboten.

Reicht Klasse 36 für mein Fintech?

Meist nicht. Klasse 36 schützt die Finanzdienstleistung selbst, deine App gehört aber in Klasse 9 und die Softwareplattform beziehungsweise SaaS-Entwicklung in Klasse 42. Deshalb melden Fintechs typischerweise die Kombination aus 36, 42 und 9 an.

Brauche ich als Immobilienmakler eine Marke in Klasse 36?

Ja, Immobilienvermittlung, Hausverwaltung und Vermietung gehören in Klasse 36, nicht in Klasse 35 oder 37. Klasse 37 deckt Bauleistungen ab, Klasse 35 Werbung und Geschäftsführung. Wer zusätzlich ein Vermittlungsportal betreibt, ergänzt häufig die Klassen 35 und 42.

Hinweis: Diese Seite bietet allgemeine Registerstatistiken und Informationen zur Nizza-Klassifikation, keine Rechtsberatung. Die passende Klassenwahl hängt vom Einzelfall ab; maßgeblich ist die amtliche Klassifikation.

Quellen

EUIPO – Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum: Registerdaten zu Unionsmarken und internationalen Registrierungen mit EU-Schutzwirkung, Stand Juli 2026.

WIPO – Nizza-Klassifikation: Klassendefinitionen und Oberbegriffe (11. Ausgabe).

Methodik: eigene Auswertung von markencheck.ai; Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt.

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