🍷 Nizza-Klasse 33: Alkoholische Getränke
118.745 Marken sind im EUIPO-Register für Klasse 33 erfasst, die Klasse für Wein, Spirituosen und alle anderen alkoholischen Getränke außer Bier (Stand Juli 2026). (Stand Juli 2026).
118.745
Marken im EU-Register
69.708
Beim EUIPO eingetragen
+2 %
Wachstum 2020–2024
58 %
Wortmarken-Anteil
Klasse 33 ist die Klasse der Weine und Spirituosen: Sie umfasst alkoholische Getränke aller Art, mit einer wichtigen Ausnahme, denn Bier gehört in Klasse 32. Im EUIPO-Register sind 118.745 Marken für Klasse 33 erfasst, davon 69.708 eingetragen (Stand Juli 2026, EUIPO-Registerdaten). Das Wachstum ist überschaubar: Die Neuregistrierungen stiegen von 5.266 im Jahr 2020 auf 5.368 im Jahr 2024, ein Plus von 2 Prozent, 2025 kamen 4.580 hinzu. Die Top-Anmelder lesen sich wie die Karte einer gut sortierten Bar: Bacardi führt mit 381 Marken, dahinter folgen der Spirituosenkonzern Diageo mit 311, der Weinvertrieb Oenoforos mit 303, das kalifornische Weingut E & J Gallo mit 300 und das spanische Weinhaus Miguel Torres mit 282. Bemerkenswert ist die Markenform: 58 Prozent der Marken in Klasse 33 sind Wortmarken, und das in einer Branche, die vom Etikett lebt. Erfahrene Anmelder wissen eben, dass der Name jedes Etiketten-Redesign überdauert.
Was gehört in Klasse 33?
Klasse 33 umfasst alkoholische Getränke, ausgenommen Bier. Typische Beispiele: Wein, Sekt und Schaumwein, Spirituosen wie Gin, Whisky, Wodka, Rum und Likör, Cidre und Apfelwein sowie alkoholische Mischgetränke und Cocktails. Wichtig zur Abgrenzung: Bier und Biermischgetränke fallen in Klasse 32, ebenso alkoholfreie Getränke, also auch alkoholfreier Wein oder alkoholfreier Gin. Und wer unter derselben Marke einen eigenen Shop betreibt oder Handel treibt, braucht dafür zusätzlich Dienstleistungsklassen wie Klasse 35.
Typische Beispiele: Wein, Spirituosen, Liköre (außer Bier)
Neue EUIPO-Registrierungen pro Jahr in Klasse 33
Die aktivsten Anmelder in Klasse 33
| # | Anmelder | Marken |
|---|---|---|
| 1 | Bacardi & Company Limited | 381 |
| 2 | Diageo Brands Bv | 311 |
| 3 | Oenoforos Ab | 303 |
| 4 | E & J Gallo Winery | 300 |
| 5 | Miguel Torres Sa | 282 |
| 6 | Chivas Holdings (Ip) Limited | 273 |
| 7 | Les Grands Chais De France | 252 |
| 8 | Codorníu Sa | 248 |
| 9 | Diageo North America Inc | 228 |
| 10 | Lidl Stiftung & Co Kg | 210 |
Wortmarke oder Bildmarke?
Wird oft kombiniert mit
In der Praxis wird Klasse 33 am häufigsten mit Klasse 32 (Bier, Biermischgetränke und alkoholfreie Varianten), Klasse 30 (Lebensmittel wie Kaffee, Süßwaren oder Saucen unter derselben Marke) und Klasse 35 (Einzelhandel, Onlineshop, Werbung) kombiniert. Überlege vor der Anmeldung, ob alkoholfreie Produkte oder ein eigener Shop geplant sind, denn das Verzeichnis lässt sich später nicht erweitern. Sichere deinen Namen als Wortmarke, das Etikett kannst du zusätzlich schützen. Und recherchiere gründlich im Register: Mit Bacardi, Diageo und E & J Gallo pflegen einige Konzerne sehr große Portfolios in dieser Klasse, mit denen niemand kollidieren möchte.
Typische Fehler bei Klasse 33
Der bekannteste Stolperstein steht schon in der Klassenüberschrift: Bier gehört nicht in Klasse 33, sondern in Klasse 32. Gerade Brauerei-Gründer melden ihre Marke immer wieder in der vermeintlichen „Alkohol-Klasse“ an und stehen dann ohne Schutz für ihr Kernprodukt da. Zweiter Fehler: alkoholfreie Varianten vergessen. Alkoholfreier Gin oder entalkoholisierter Wein fällt ebenfalls in Klasse 32, wer nur Klasse 33 anmeldet, lässt dieses Sortiment ungeschützt. Und drittens verlassen sich viele Produzenten allein auf ihr Etikett: Zwar sind 58 Prozent der Marken in Klasse 33 Wortmarken, doch wer nur die Wort-Bildmarke mit Etikett-Design schützt, verliert nach einem Relaunch schnell den Schutz für den Namen selbst.
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Häufige Fragen
Was fällt in Nizza-Klasse 33?
Klasse 33 umfasst alkoholische Getränke außer Bier: Wein, Sekt, Spirituosen wie Gin, Whisky oder Likör, Cidre sowie alkoholische Mischgetränke und Cocktails. Bier und alkoholfreie Getränke gehören dagegen in Klasse 32. Im EUIPO-Register sind 118.745 Marken für Klasse 33 erfasst (Stand Juli 2026, EUIPO-Registerdaten).
Gehört Bier in Klasse 33?
Nein. Bier fällt in Klasse 32, zusammen mit Biermischgetränken und alkoholfreien Getränken. Das ist einer der häufigsten Klassifizierungsfehler bei Getränkemarken. Eine Brauerei braucht Klasse 32, ein Weingut oder eine Destillerie Klasse 33, und wer beides anbietet, meldet beide Klassen an.
Wer meldet die meisten Marken in Klasse 33 an?
Laut EUIPO-Registerdaten (Stand Juli 2026) führt Bacardi mit 381 Marken, vor Diageo (311), Oenoforos (303), E & J Gallo (300) und Miguel Torres (282). Spirituosenkonzerne und große Weinhäuser sichern hier ganze Produktfamilien ab, oft mit eigenen Marken für einzelne Abfüllungen und Editionen.
Welche Klassen kombiniert man typischerweise mit Klasse 33?
Am häufigsten Klasse 32 für Bier und alkoholfreie Varianten, Klasse 30 für Lebensmittel unter derselben Marke und Klasse 35 für Einzelhandel und Onlineshop. Eine Destillerie, die auch alkoholfreien Gin verkauft und einen eigenen Shop betreibt, deckt mit 33, 32 und 35 die typischen Lücken ab.
Quellen
EUIPO – Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum: Registerdaten zu Unionsmarken und internationalen Registrierungen mit EU-Schutzwirkung, Stand Juli 2026.
WIPO – Nizza-Klassifikation: Klassendefinitionen und Oberbegriffe (11. Ausgabe).
Methodik: eigene Auswertung von markencheck.ai; Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt.
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