🥩 Nizza-Klasse 29: Lebensmittel
150.671 Marken sind im EUIPO-Register für Klasse 29 erfasst, die Klasse für Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Konserven (Stand Juli 2026). (Stand Juli 2026).
150.671
Marken im EU-Register
88.642
Beim EUIPO eingetragen
-2 %
Wachstum 2020–2024
43 %
Wortmarken-Anteil
Klasse 29 ist eine der beiden großen Lebensmittelklassen: Sie umfasst Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier, Speiseöle sowie konserviertes, getrocknetes und gekochtes Obst und Gemüse. Im EUIPO-Register sind 150.671 Marken für Klasse 29 erfasst, davon 88.642 eingetragen (Stand Juli 2026, EUIPO-Registerdaten). Anders als die meisten großen Klassen wächst sie nicht mehr: Die Neuregistrierungen sanken von 6.892 im Jahr 2020 auf 6.773 im Jahr 2024, ein Minus von 2 Prozent, 2025 waren es 6.470. Die Top-Anmelder lesen sich wie ein Gang durchs Supermarktregal: Nestlé führt mit 706 Marken, gefolgt von Mars (531), Lidl (440), Barilla (433) und dem Chips-Konzern Intersnack (354). Noch aufschlussreicher ist die Markenform: Nur 43 Prozent der Marken in Klasse 29 sind Wortmarken, einer der niedrigsten Anteile unter den ausgewerteten Klassen. Lebensmittel lieben Logos, weil auf der Verpackung das Design verkauft, und genau darin steckt die größte Schutzfalle dieser Klasse.
Was gehört in Klasse 29?
Klasse 29 umfasst verarbeitete und haltbar gemachte Lebensmittel: Fleisch, Fisch, Geflügel und Wild, Wurstwaren, konserviertes, getrocknetes und gekochtes Obst und Gemüse, Konfitüren und Fruchtaufstriche, Eier, Milch und Milchprodukte wie Käse und Joghurt, Speiseöle und -fette sowie Snacks wie Kartoffelchips. Wichtig zur Abgrenzung: Kaffee, Brot, Gebäck, Schokolade und Saucen gehören in Klasse 30, frisches Obst und Gemüse in Klasse 31, Getränke in Klasse 32. Und wer die Lebensmittel im eigenen Lokal serviert, braucht für diese Dienstleistung Klasse 43.
Typische Beispiele: Fleisch, Fisch, Milchprodukte, konserviertes Obst
Neue EUIPO-Registrierungen pro Jahr in Klasse 29
Die aktivsten Anmelder in Klasse 29
| # | Anmelder | Marken |
|---|---|---|
| 1 | Société Des Produits Nestlé Sa | 706 |
| 2 | Mars Incorporated | 531 |
| 3 | Lidl Stiftung & Co Kg | 440 |
| 4 | Barilla G E R Fratelli - Societá Per Azioni | 433 |
| 5 | Intersnack Group Gmbh & Co Kg | 354 |
| 6 | Pepsico Inc | 300 |
| 7 | Frieslandcampina Nederland Bv | 295 |
| 8 | Cafea Gmbh | 262 |
| 9 | Bahlsen Gmbh & Co Kg | 235 |
| 10 | Molkerei Alois Müller Gmbh & Co Kg | 232 |
Wortmarke oder Bildmarke?
Wird oft kombiniert mit
Melde Klasse 29 selten allein an: In der Praxis wird sie am häufigsten mit Klasse 30 (Kaffee, Backwaren, Süßwaren), Klasse 32 (Säfte und andere Getränke) und Klasse 31 (frische, unverarbeitete Erzeugnisse) kombiniert. Ein Food-Startup mit Aufstrichen, Müsli und Saft braucht zum Beispiel 29, 30 und 32. Prüfe außerdem, ob dein Name als Wortmarke schutzfähig ist, statt dich nur auf das Etikett zu verlassen, das übersteht auch den nächsten Packaging-Relaunch. Und recherchiere vorab gründlich: Mit Nestlé, Mars und Lidl sitzen in Klasse 29 Anmelder, mit denen niemand kollidieren möchte.
Typische Fehler bei Klasse 29
Der typischste Fehler bei Food-Marken: nur das Verpackungslogo schützen. Weil in Klasse 29 nur 43 Prozent der Marken Wortmarken sind, sichern viele Gründer allein ihre Wort-Bildmarke, doch deren Schutz gilt für die konkrete Gestaltung. Gerade bei Lebensmitteln wird das Packaging oft überarbeitet, und nach dem Redesign kann der Schutz ins Leere laufen. Zweiter Fehler: die Grenze zu Klasse 30 falsch ziehen. Sie verläuft mitten durchs Sortiment: Konfitüre fällt in 29, Honig in 30, Kartoffelchips in 29, Schokoriegel in 30. Wer nur eine der beiden Klassen anmeldet, lässt schnell das halbe Regal ungeschützt. Drittens vergessen viele den Vertrieb: Ein eigener Laden oder Online-Shop berührt Klasse 35, ein eigenes Café Klasse 43.
Ist dein Markenname in der EU noch frei?
Prüfe ihn live gegen das EU-Markenregister – 3 Gratis-Checks pro Tag, ohne Anmeldung.
Häufige Fragen
Was fällt in Nizza-Klasse 29 und was in Klasse 30?
Klasse 29 umfasst Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier, Speiseöle sowie konserviertes Obst und Gemüse, auch Konfitüren und Kartoffelchips. Klasse 30 deckt dagegen Kaffee, Tee, Mehl, Brot, Gebäck, Schokolade und Saucen ab. Die Grenze verläuft mitten durchs Sortiment, viele Food-Marken brauchen deshalb beide Klassen.
Reicht es, mein Verpackungsdesign als Marke zu schützen?
Meist nicht. In Klasse 29 sind nur 43 Prozent der Marken Wortmarken, einer der niedrigsten Anteile unter den ausgewerteten Klassen, viele Food-Gründer schützen also nur ihr Etikett. Dessen Schutz hängt aber an der konkreten Gestaltung. Ist dein Produktname unterscheidungskräftig, sichert ihn eine zusätzliche Wortmarke in jeder Schreibweise und übersteht jeden Packaging-Relaunch.
Welche Klassen kombiniert man typischerweise mit Klasse 29?
Am häufigsten Klasse 30 für Kaffee, Backwaren und Süßwaren, Klasse 32 für Säfte und andere Getränke sowie Klasse 31 für frische, unverarbeitete Erzeugnisse. Wer seine Produkte im eigenen Laden verkauft oder im eigenen Café serviert, sollte zusätzlich an Klasse 35 beziehungsweise Klasse 43 denken.
Wer meldet die meisten Marken in Klasse 29 an?
Laut EUIPO-Registerdaten (Stand Juli 2026) führt Nestlé mit 706 Marken, vor Mars (531), Lidl (440), Barilla (433) und Intersnack (354). Insgesamt sind 150.671 Marken für Klasse 29 erfasst, die Neuregistrierungen gingen von 6.892 im Jahr 2020 leicht auf 6.773 im Jahr 2024 zurück, 2025 waren es 6.470.
Quellen
EUIPO – Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum: Registerdaten zu Unionsmarken und internationalen Registrierungen mit EU-Schutzwirkung, Stand Juli 2026.
WIPO – Nizza-Klassifikation: Klassendefinitionen und Oberbegriffe (11. Ausgabe).
Methodik: eigene Auswertung von markencheck.ai; Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt.
Check deinen Markennamen in dieser Klasse
Kostenlose Schnellsuche gegen das EU-Register, KI-Ähnlichkeitsanalyse ab 19 €.
Jetzt kostenlos checken