🍞 Nizza-Klasse 30: Grundnahrungsmittel & Kaffee

186.348 Marken sind im EUIPO-Register für Klasse 30 erfasst, die Klasse für Kaffee, Tee, Mehl, Brot, Gebäck und Süßwaren (Stand Juli 2026). (Stand Juli 2026).

186.348

Marken im EU-Register

108.474

Beim EUIPO eingetragen

+4 %

Wachstum 2020–2024

45 %

Wortmarken-Anteil

Datenbasis: EU-Markenregister des EUIPO (Unionsmarken und internationale Registrierungen mit EU-Schutzwirkung), Stand Juli 2026.

Klasse 30 ist das Zuhause der Grundnahrungsmittel: Sie umfasst verarbeitete Lebensmittel überwiegend pflanzlichen Ursprungs, von Kaffee und Tee über Reis und Mehl bis zu Brot, Gebäck, Schokolade und Gewürzen. Im EUIPO-Register sind 186.348 Marken für Klasse 30 erfasst, davon 108.474 eingetragen (Stand Juli 2026, EUIPO-Registerdaten). Die Nachfrage wächst moderat: Die Neuregistrierungen stiegen von 8.755 im Jahr 2020 auf 9.117 im Jahr 2024, ein Plus von 4 Prozent, 2025 kamen 8.865 hinzu. Die Liste der Top-Anmelder liest sich wie ein Supermarktregal: Nestlé führt mit 1.157 Marken, dahinter folgen Barilla (660), Mars (622), Lidl (542) und Rigo Trading (Haribo-Gruppe) mit 467. Auffällig ist die Markenform: Nur 45 Prozent der Marken in Klasse 30 sind Wortmarken, in der Nachbarklasse 29 sind es sogar nur 43 Prozent. Lebensmittelhersteller setzen stark auf Logos und Verpackungsdesign, und genau daraus entsteht die häufigste Schutzlücke dieser Klasse.

Was gehört in Klasse 30?

Klasse 30 umfasst Grundnahrungsmittel und verarbeitete Lebensmittel überwiegend pflanzlichen Ursprungs: Kaffee, Tee und Kakao, Reis, Mehl und Getreidepräparate, Brot, feine Backwaren und Konditorwaren, Schokolade und Süßwaren, Speiseeis, Honig, Hefe, Salz, Senf, Essig, Saucen und Gewürze. Wichtig zur Abgrenzung: Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Konserven gehören in Klasse 29, frisches Obst, Gemüse und andere unverarbeitete Erzeugnisse in Klasse 31, Erfrischungsgetränke, Säfte und Bier in Klasse 32. Und noch eine Grenze: Kaffee als Ware liegt in Klasse 30, der Betrieb eines Cafés ist dagegen eine Dienstleistung der Klasse 43.

Typische Beispiele: Kaffee, Tee, Brot, Gebäck, Schokolade, Gewürze

Neue EUIPO-Registrierungen pro Jahr in Klasse 30

Die aktivsten Anmelder in Klasse 30

#AnmelderMarken
1Société Des Produits Nestlé Sa1.157
2Barilla G E R Fratelli - Societá Per Azioni660
3Mars Incorporated622
4Lidl Stiftung & Co Kg542
5Rigo Trading Sa467
6August Storck Kg400
7Wm Wrigley Jr Company355
8Intersnack Group Gmbh & Co Kg354
9Soremartec Sa336
10Cafea Gmbh333
Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt. Datenquelle: EUIPO-Registerdaten, Stand Juli 2026.

Wortmarke oder Bildmarke?

Wird oft kombiniert mit

Melde Klasse 30 im Zweifel nicht isoliert an: In der Praxis wird sie am häufigsten mit Klasse 29 (Milchprodukte, Snacks auf Milch- oder Fleischbasis), Klasse 32 (Getränke) und Klasse 35 (Einzelhandel, Onlineshop, Werbung) kombiniert. Überlege vor der Anmeldung, wohin dein Sortiment wachsen soll, denn das Waren- und Dienstleistungsverzeichnis lässt sich später nicht erweitern. Prüfe außerdem, ob dein Name als Wortmarke schutzfähig ist, statt dich nur auf das Verpackungsdesign zu verlassen. Und recherchiere vorab gründlich im Register: Mit Nestlé, Barilla, Mars und Lidl sitzen in Klasse 30 einige der aktivsten Anmelder Europas, mit denen niemand kollidieren möchte.

Typische Fehler bei Klasse 30

Der häufigste Fehler bei Lebensmittelmarken: nur die Verpackung schützen. Weil in Klasse 30 nur 45 Prozent der Marken Wortmarken sind, melden viele Gründer allein ihre Wort-Bildmarke an, doch deren Schutz gilt für die konkrete Gestaltung, nicht automatisch für den Namen selbst. Nach dem nächsten Packaging-Relaunch läuft der Schutz ins Leere. Zweiter Fehler: die Nachbarklasse verwechselt. Ein Müsliriegel auf Getreidebasis fällt in Klasse 30, ein Joghurt-Drink in Klasse 29, eine Limonade in Klasse 32, und wer nur eine dieser Klassen anmeldet, lässt Teile des Sortiments ungeschützt. Drittens vergessen viele den Vertrieb: Wer einen eigenen Onlineshop betreibt oder Handelspartner mit Werbematerial ausstattet, berührt Klasse 35, die bei der Erstanmeldung oft fehlt.

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Häufige Fragen

Was fällt in Nizza-Klasse 30?

Klasse 30 umfasst Grundnahrungsmittel und verarbeitete pflanzliche Lebensmittel: Kaffee, Tee, Kakao, Reis, Mehl, Brot, Backwaren, Schokolade, Süßwaren, Speiseeis, Honig sowie Salz, Senf, Essig, Saucen und Gewürze. Fleisch, Fisch und Milchprodukte gehören dagegen in Klasse 29, frisches Obst und Gemüse in Klasse 31, Getränke wie Säfte und Limonaden in Klasse 32.

Wer meldet die meisten Marken in Klasse 30 an?

Laut EUIPO-Registerdaten (Stand Juli 2026) führt Nestlé mit 1.157 Marken, vor Barilla (660), Mars (622), Lidl (542) und Rigo Trading (Haribo-Gruppe) mit 467. Die Klasse ist mit 186.348 erfassten Marken dicht besetzt. Für Gründer heißt das: vor der Anmeldung gründlich recherchieren, ob der Wunschname noch frei ist.

Reicht es, nur mein Verpackungsdesign als Marke zu schützen?

Meist nicht. In Klasse 30 sind nur 45 Prozent der Marken Wortmarken, viele Hersteller sichern also allein ihre Gestaltung. Deren Schutz ist aber an das konkrete Design gebunden und übersteht einen Relaunch nicht automatisch. Ist dein Produktname selbst unterscheidungskräftig, sichert ihn eine zusätzliche Wortmarke in jeder Schreibweise und Aufmachung.

Welche Klassen kombiniert man typischerweise mit Klasse 30?

Am häufigsten Klasse 29 für Milchprodukte und andere tierische Lebensmittel, Klasse 32 für Getränke und Klasse 35 für Einzelhandel und Onlineshop. Eine Backmarke, die auch Milchdesserts und eine eigene Limonade plant, deckt mit 30, 29 und 32 die typischen Sortimentslücken ab.

Hinweis: Diese Seite bietet allgemeine Registerstatistiken und Informationen zur Nizza-Klassifikation, keine Rechtsberatung. Die passende Klassenwahl hängt vom Einzelfall ab; maßgeblich ist die amtliche Klassifikation.

Quellen

EUIPO – Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum: Registerdaten zu Unionsmarken und internationalen Registrierungen mit EU-Schutzwirkung, Stand Juli 2026.

WIPO – Nizza-Klassifikation: Klassendefinitionen und Oberbegriffe (11. Ausgabe).

Methodik: eigene Auswertung von markencheck.ai; Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt.

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