💄 Nizza-Klasse 3: Kosmetik & Reinigungsmittel
244.391 Marken sind im EUIPO-Register für Klasse 3 erfasst, die Klasse für Kosmetik, Parfümerie und Reinigungsmittel (Stand Juli 2026). (Stand Juli 2026).
244.391
Marken im EU-Register
139.176
Beim EUIPO eingetragen
+6 %
Wachstum 2020–2024
57 %
Wortmarken-Anteil
Klasse 3 ist die Heimat der Beauty- und Pflegebranche: Sie umfasst Kosmetika, Parfümeriewaren sowie Wasch- und Reinigungsmittel. Im EUIPO-Register sind 244.391 Marken für Klasse 3 erfasst, davon 139.176 eingetragen (Stand Juli 2026, EUIPO-Registerdaten). Und die Klasse wächst weiter: Die Neuregistrierungen stiegen von 12.524 im Jahr 2020 auf 13.270 im Jahr 2024, ein Plus von 6 Prozent, 2025 kamen sogar 13.682 hinzu. Die Anmelderliste zeigt, wie hart hier um Namen gekämpft wird: L'Oréal allein hält 4.984 Marken, dahinter folgen Procter & Gamble (2.076), Henkel (1.060), Beiersdorf (980) und mit Beauty Brands Concept (779) ein polnisches Unternehmen, das sich zwischen die Weltkonzerne geschoben hat. 57 Prozent der Marken sind Wortmarken, viele Beauty-Brands setzen daneben auf gestaltete Logos. Für Gründer bedeutet die schiere Menge vor allem eines: In Klasse 3 ist die Wahrscheinlichkeit einer Kollision mit einer bestehenden Marke besonders hoch, die Recherche vor der Anmeldung ist hier Pflicht.
Was gehört in Klasse 3?
Klasse 3 umfasst nicht-medizinische Kosmetik- und Reinigungsprodukte: Hautpflege und Make-up, Parfüms, Haarpflege wie Shampoo und Haarfärbemittel, Zahnpasta, Seifen sowie Wasch- und Putzmittel für den Haushalt. Auch Naturkosmetik und ätherische Öle gehören hierher. Die wichtigste Abgrenzung verläuft zur Klasse 5: Sobald ein Produkt eine medizinische Zweckbestimmung hat, etwa medizinische Hautpflege oder Nahrungsergänzungsmittel, wechselt es die Klasse. Und wer Kosmetik nicht verkauft, sondern anwendet, etwa in einem Kosmetikstudio, braucht die Dienstleistungsklasse 44.
Typische Beispiele: Kosmetik, Parfüm, Seifen, Reinigungsmittel
Neue EUIPO-Registrierungen pro Jahr in Klasse 3
Die aktivsten Anmelder in Klasse 3
| # | Anmelder | Marken |
|---|---|---|
| 1 | L'Oreal | 4.984 |
| 2 | The Procter & Gamble Company | 2.076 |
| 3 | Henkel Ag & Co Kgaa | 1.060 |
| 4 | Beiersdorf Ag | 980 |
| 5 | Beauty Brands Concept Spółka Z Ograniczoną Odpowiedzialnością | 779 |
| 6 | Colgate-Palmolive Company | 702 |
| 7 | Unilever Ip Holdings Bv | 581 |
| 8 | La Rive Spolka Akcyjna | 526 |
| 9 | Abercrombie & Fitch Europe Sagl | 471 |
| 10 | Bora Creations Sl | 452 |
Wortmarke oder Bildmarke?
Wird oft kombiniert mit
Recherchiere in Klasse 3 gründlicher als anderswo: Bei 244.391 erfassten Marken sind ähnliche Namen, Wortspiele und Endungen oft schon besetzt, prüfe deshalb auch ähnlich klingende Schreibweisen, nicht nur den exakten Namen. Melde die Klasse im Verbund an: In der Praxis wird sie am häufigsten mit Klasse 5 (Nahrungsergänzung, medizinische Pflege), Klasse 35 (Onlineshop, Einzelhandel, Werbung) und Klasse 25 (Bekleidung, etwa für Merchandising) kombiniert. Und sichere deinen Namen als Wortmarke, bevor du in Verpackungsdesign investierst: Der Schutz einer Wortmarke gilt unabhängig von Logo und Gestaltung und übersteht auch das nächste Redesign deiner Linie.
Typische Fehler bei Klasse 3
Der häufigste Fehler in Klasse 3 ist die falsche Einordnung an der Grenze zur Klasse 5. Beauty-Start-ups, die neben Cremes auch Nahrungsergänzungsmittel oder medizinische Hautpflege verkaufen, brauchen beide Klassen, sonst bleibt ein Teil des Sortiments ungeschützt. Zweiter Fehler: den eigenen Vertrieb vergessen. Wer einen Onlineshop betreibt oder Produkte anderer Marken mitverkauft, berührt die Handelsklasse 35, die bei der Erstanmeldung oft fehlt. Und drittens wird die Kollisionsgefahr unterschätzt: Mit L'Oréal (4.984 Marken), Procter & Gamble (2.076) und Henkel (1.060) sitzen in Klasse 3 extrem aktive Anmelder, viele naheliegende Namen sind längst vergeben.
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Häufige Fragen
Was fällt in Nizza-Klasse 3?
Klasse 3 umfasst nicht-medizinische Kosmetik- und Reinigungsprodukte: Hautpflege, Make-up, Parfüms, Haarpflege, Zahnpasta, Seifen sowie Wasch- und Putzmittel. Produkte mit medizinischer Zweckbestimmung wie Nahrungsergänzungsmittel gehören dagegen in Klasse 5, Kosmetik-Dienstleistungen wie Behandlungen im Studio in Klasse 44.
Wer meldet die meisten Marken in Klasse 3 an?
Laut EUIPO-Registerdaten (Stand Juli 2026) führt L'Oréal mit 4.984 Marken vor Procter & Gamble (2.076), Henkel (1.060), Beiersdorf (980) und Beauty Brands Concept (779). Die Konzerne schützen nicht nur Dachmarken, sondern auch einzelne Produktlinien, deshalb sind in Klasse 3 viele scheinbar freie Namen bereits belegt.
Mein Produkt liegt zwischen Kosmetik und Medizin, welche Klasse brauche ich?
Entscheidend ist die Zweckbestimmung: Klassische Pflege und Schönheit gehören in Klasse 3, medizinische Produkte wie Arzneimittel, medizinische Hautpflege und Nahrungsergänzungsmittel in Klasse 5. Viele Beauty-Marken liegen mit ihrem Sortiment auf beiden Seiten dieser Grenze und melden deshalb beide Klassen an.
Welche Klassen kombiniert man typischerweise mit Klasse 3?
Am häufigsten Klasse 5 für Nahrungsergänzung und medizinische Pflege, Klasse 35 für Onlineshop, Einzelhandel und Werbung sowie Klasse 25 für Bekleidung. Eine Beauty-Brand mit eigenem Shop und Merchandise deckt mit 3, 35 und 25 die typischen Lücken ab, wer Richtung Supplements wächst, ergänzt Klasse 5.
Quellen
EUIPO – Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum: Registerdaten zu Unionsmarken und internationalen Registrierungen mit EU-Schutzwirkung, Stand Juli 2026.
WIPO – Nizza-Klassifikation: Klassendefinitionen und Oberbegriffe (11. Ausgabe).
Methodik: eigene Auswertung von markencheck.ai; Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt.
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