🍳 Nizza-Klasse 21: Haushalt & Küche

162.020 Marken sind im EUIPO-Register für Klasse 21 erfasst, die Klasse für Haushalts- und Küchenutensilien, Behälter und Glaswaren (Stand Juli 2026). (Stand Juli 2026).

162.020

Marken im EU-Register

107.882

Beim EUIPO eingetragen

+22 %

Wachstum 2020–2024

56 %

Wortmarken-Anteil

Datenbasis: EU-Markenregister des EUIPO (Unionsmarken und internationale Registrierungen mit EU-Schutzwirkung), Stand Juli 2026.

Klasse 21 ist die Haushaltsklasse: Sie umfasst Utensilien für Haushalt und Küche, Behälter, Glaswaren sowie Bürsten, Kämme und Putzgeräte. Im EUIPO-Register sind 162.020 Marken für Klasse 21 erfasst, davon 107.882 eingetragen (Stand Juli 2026, EUIPO-Registerdaten). Die Klasse wächst kräftig: Die Neuregistrierungen stiegen von 9.348 im Jahr 2020 auf 11.396 im Jahr 2024, ein Plus von 22 Prozent, 2025 kamen 11.144 hinzu. Die Top-Anmelder lesen sich wie das Regal einer Drogerie: Procter & Gamble führt mit 313 Marken, gefolgt von Henkel (269), Disney (185), dm (161) und Colgate-Palmolive (151). Die Konsumgüter-Riesen sichern hier nicht ihre Putz- und Pflegemittel selbst ab, sondern die Geräte dazu, von der Zahnbürste bis zum Wischsystem. Für Gründer mit einer eigenen Küchen- oder Haushaltsmarke heißt das: Die Klasse ist dicht besiedelt, eine gründliche Recherche vor der Anmeldung lohnt sich doppelt. Immerhin sind 56 Prozent der Marken Wortmarken, der Name lässt sich hier also meist gut schützen.

Was gehört in Klasse 21?

Klasse 21 deckt die nicht-elektrische Grundausstattung von Haushalt und Küche ab: Töpfe, Pfannen und Küchenutensilien, Geschirr und Besteckhalter, Behälter und Vorratsdosen, Trinkflaschen, Glaswaren und Porzellan, dazu Bürsten, Kämme, Schwämme und Putzgeräte. Wichtig zur Abgrenzung: Elektrische Küchenmaschinen und Mixer gehören in Klasse 7, elektrische Koch- und Heizgeräte wie Wasserkocher in Klasse 11, Messer und Besteck in Klasse 8 und die Reinigungsmittel selbst in Klasse 3. Klasse 21 schützt das Werkzeug, nicht das Mittel und nicht den Motor.

Typische Beispiele: Geschirr, Kochgeschirr, Glaswaren, Reinigungsgeräte

Neue EUIPO-Registrierungen pro Jahr in Klasse 21

Die aktivsten Anmelder in Klasse 21

#AnmelderMarken
1The Procter & Gamble Company313
2Henkel Ag & Co Kgaa269
3Disney Enterprises Inc185
4Dm-Drogerie Markt Gmbh + Co Kg161
5Colgate-Palmolive Company151
6Blanco Gmbh + Co Kg150
7Lidl Stiftung & Co Kg150
8Haleon Uk Ip Limited148
9Bsh Hausgeräte Gmbh139
10Warner Bros Entertainment Inc139
Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt. Datenquelle: EUIPO-Registerdaten, Stand Juli 2026.

Wortmarke oder Bildmarke?

Wird oft kombiniert mit

Plane Klasse 21 im typischen Verbund: In der Praxis wird sie am häufigsten mit Klasse 20 (Möbel und Wohnaccessoires), Klasse 16 (Papierwaren, etwa Küchen- und Partyartikel aus Papier) und Klasse 35 (Einzelhandel und Onlineshop) kombiniert. Geh vor der Anmeldung dein komplettes Sortiment durch und sortiere jedes Produkt sauber in seine Klasse, gerade bei der Grenze zu den Klassen 3, 7, 8 und 11. Setze auf eine Wortmarke, wenn dein Name schutzfähig ist, so wie es 56 Prozent der Marken in dieser Klasse tun. Und recherchiere gründlich: Mit Procter & Gamble, Henkel und Colgate-Palmolive sind hier einige der aktivsten Konsumgüter-Anmelder Europas unterwegs.

Typische Fehler bei Klasse 21

Der klassische Fehler in dieser Klasse: Mittel und Gerät verwechseln. Das Spülmittel gehört in Klasse 3, die Spülbürste in Klasse 21, die Zahnpasta in Klasse 3, die Zahnbürste in Klasse 21. Wer eine Reinigungsmarke aufbaut, braucht deshalb oft beide Klassen. Zweiter Fehler: Elektrogeräte in Klasse 21 anmelden. Der Standmixer fällt in Klasse 7, der Wasserkocher in Klasse 11, und wer eine Küchenmarke mit elektrischem Sortiment nur in 21 schützt, steht bei genau diesen Produkten ohne Schutz da. Und drittens wird der Vertrieb vergessen: Ein eigener Onlineshop oder D2C-Vertrieb gehört als Einzelhandelsdienstleistung in Klasse 35, die bei der Erstanmeldung häufig fehlt.

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Häufige Fragen

Was fällt in Nizza-Klasse 21?

Klasse 21 umfasst nicht-elektrische Haushalts- und Küchenutensilien: Töpfe, Pfannen, Geschirr, Vorratsdosen, Trinkflaschen, Glaswaren und Porzellan sowie Bürsten, Kämme und Putzgeräte. Nicht dazu gehören Reinigungsmittel (Klasse 3), elektrische Küchenmaschinen (Klasse 7), Besteck (Klasse 8) und elektrische Kochgeräte (Klasse 11).

Warum melden Procter & Gamble und Henkel so viele Marken in Klasse 21 an?

Laut EUIPO-Registerdaten (Stand Juli 2026) führt Procter & Gamble die Klasse mit 313 Marken an, vor Henkel (269), Disney (185), dm (161) und Colgate-Palmolive (151). Die Konsumgüter-Konzerne schützen hier die Geräte rund um ihre Produkte, etwa Zahnbürsten, Wischsysteme und Spender, nicht die Putz- und Pflegemittel selbst.

Gehören elektrische Küchengeräte in Klasse 21?

Nein. Klasse 21 deckt die nicht-elektrische Ausstattung ab. Elektrische Küchenmaschinen und Mixer fallen in Klasse 7, elektrische Koch- und Heizgeräte wie Wasserkocher in Klasse 11. Eine Küchenmarke mit elektrischem und nicht-elektrischem Sortiment braucht deshalb meist mehrere Warenklassen.

Welche Klassen kombiniert man typischerweise mit Klasse 21?

Am häufigsten Klasse 20 für Möbel und Wohnaccessoires, Klasse 16 für Papierwaren und Klasse 35 für Einzelhandel und Onlineshop. Eine Home-and-Living-Marke mit eigenem D2C-Shop deckt mit 21, 20 und 35 die typischen Lücken ab.

Hinweis: Diese Seite bietet allgemeine Registerstatistiken und Informationen zur Nizza-Klassifikation, keine Rechtsberatung. Die passende Klassenwahl hängt vom Einzelfall ab; maßgeblich ist die amtliche Klassifikation.

Quellen

EUIPO – Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum: Registerdaten zu Unionsmarken und internationalen Registrierungen mit EU-Schutzwirkung, Stand Juli 2026.

WIPO – Nizza-Klassifikation: Klassendefinitionen und Oberbegriffe (11. Ausgabe).

Methodik: eigene Auswertung von markencheck.ai; Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt.

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