🔌 Nizza-Klasse 17: Gummi, Dichtungen & Isoliermaterial

66.268 Marken sind im EUIPO-Register für Klasse 17 erfasst, die Klasse für Kautschuk, Dichtungs-, Packungs- und Isoliermaterialien (Stand Juli 2026). (Stand Juli 2026).

66.268

Marken im EU-Register

38.574

Beim EUIPO eingetragen

+9 %

Wachstum 2020–2024

59 %

Wortmarken-Anteil

Datenbasis: EU-Markenregister des EUIPO (Unionsmarken und internationale Registrierungen mit EU-Schutzwirkung), Stand Juli 2026.

Klasse 17 ist eine der kleineren, technischen Warenklassen: Sie umfasst Kautschuk, Guttapercha und Gummi, Halbfabrikate aus diesen Stoffen sowie Dichtungs-, Packungs- und Isoliermaterialien. Im EUIPO-Register sind 66.268 Marken für Klasse 17 erfasst, davon 38.574 eingetragen (Stand Juli 2026, EUIPO-Registerdaten). Die Klasse wächst moderat: Die Neuregistrierungen stiegen von 2.777 im Jahr 2020 auf 3.015 im Jahr 2024, ein Plus von 9 Prozent, 2025 kamen 2.907 hinzu. Der Blick auf die Top-Anmelder zeigt, wer diese Klasse wirklich nutzt: keine „Gummi-Firmen“, sondern die Dämmstoff- und Bauchemie-Branche. Vorn liegen laut EUIPO-Registerdaten Brillux mit 179 Marken und Henkel mit 172, dahinter die Dämmstoffhersteller Kingspan (122), Rockwool (111) und Ursa (105). Klasse 17 ist in der Praxis vor allem die Isolierklasse der Bauwirtschaft. Passend dazu ist sie nüchtern unterwegs: 59 Prozent der Marken sind Wortmarken, hier zählt der Name mehr als das Logo.

Was gehört in Klasse 17?

Klasse 17 umfasst Kautschuk, Guttapercha, Gummi, Asbest und Glimmer als Rohstoffe sowie Waren daraus als Halbfabrikate, außerdem Kunststoffe in extrudierter Form für die weitere Verarbeitung. Der praktisch wichtigste Teil: Dichtungs-, Packungs- und Isoliermaterialien, also Dämmstoffe, Dichtungen, Isolierbänder und Schaumstoffe, dazu Schläuche und flexible Rohre, die nicht aus Metall sind. Zur Abgrenzung: Fertige Bauprodukte wie starre Rohre für Bauzwecke oder Bauplatten gehören in Klasse 19, chemische Rohstoffe und Industrieklebstoffe in Klasse 1, Metallwaren in Klasse 6.

Typische Beispiele: Kautschuk, Dichtungen, Isoliermaterial

Neue EUIPO-Registrierungen pro Jahr in Klasse 17

Die aktivsten Anmelder in Klasse 17

#AnmelderMarken
1Brillux Gmbh & Co Kg179
2Henkel Ag & Co Kgaa172
3Kingspan Holdings (Irl) Limited122
4Rockwool A/S111
5Ursa Salgótarján Glass Wool Close Co Ltd105
6Sika Technology Ag103
73M Company98
8Recticel95
9Tesa Se94
10Illinois Tool Works Inc92
Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt. Datenquelle: EUIPO-Registerdaten, Stand Juli 2026.

Wortmarke oder Bildmarke?

Wird oft kombiniert mit

Melde Klasse 17 selten allein an: In der Praxis wird sie am häufigsten mit Klasse 19 (nichtmetallische Baumaterialien), Klasse 1 (chemische Erzeugnisse) und Klasse 6 (Metallwaren) kombiniert, weil Produktlinien im Bau- und Industriebereich fast immer über die reine Isolierware hinausgehen. Prüfe vor der Anmeldung, in welche Klasse dein fertiges Produkt tatsächlich fällt, und denke daran, dass sich das Verzeichnis später nicht erweitern lässt. Setze, wenn dein Name unterscheidungskräftig ist, auf eine Wortmarke, in Klasse 17 ist das mit 59 Prozent der Normalfall. Und recherchiere vorab: Mit Brillux, Henkel, Kingspan, Rockwool und Ursa sitzen hier einige sehr aktive Industrie-Anmelder.

Typische Fehler bei Klasse 17

Der häufigste Fehler in Klasse 17 ist die Abgrenzung: Sie schützt Halbfabrikate und Isolierstoffe, nicht das fertige Endprodukt. Ein Gummiprodukt wird nach seinem Zweck klassifiziert, Reifen etwa gehören in Klasse 12, starre Baurohre in Klasse 19. Wer nur Klasse 17 anmeldet, hat sein eigentliches Produkt womöglich gar nicht abgedeckt. Zweiter Fehler: das Sortiment zu eng denken. Viele Hersteller bieten neben Dämm- und Dichtmaterial auch Bauprodukte (Klasse 19) oder chemische Vorprodukte (Klasse 1) an, genau deshalb sind das die typischen Nachbarklassen. Und drittens der Name selbst: In dieser technischen Branche sind beschreibende Bestandteile wie „Iso“, „Therm“ oder „Flex“ allgegenwärtig. Ein Name, der nur die Funktion beschreibt, ist als Wortmarke kaum schutzfähig.

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Häufige Fragen

Was fällt in Nizza-Klasse 17?

Klasse 17 umfasst Kautschuk, Guttapercha, Gummi, Asbest und Glimmer, Halbfabrikate aus diesen Stoffen sowie Dichtungs-, Packungs- und Isoliermaterialien, außerdem Schläuche und flexible Rohre, die nicht aus Metall sind. Fertigprodukte werden dagegen nach ihrem Zweck klassifiziert: Starre Baurohre gehören etwa in Klasse 19, Reifen in Klasse 12.

Warum melden Dämmstoffhersteller die meisten Marken in Klasse 17 an?

Weil Dämm- und Isoliermaterialien der praktisch wichtigste Teil der Klasse sind. Die Top-Anmelder sind laut EUIPO-Registerdaten (Stand Juli 2026) Brillux mit 179 und Henkel mit 172 Marken, gefolgt von den Dämmstoffherstellern Kingspan (122), Rockwool (111) und Ursa (105). Klasse 17 ist damit vor allem eine Klasse der Bau- und Industriezulieferer.

Wie grenze ich Klasse 17 von Klasse 19 ab?

Klasse 17 schützt Isolier-, Dicht- und Packungsmaterialien sowie Halbfabrikate, Klasse 19 dagegen nichtmetallische Baumaterialien als fertige Bauprodukte, etwa starre Rohre für Bauzwecke. Wer Dämmstoffe und Bauplatten unter einer Marke anbietet, braucht meist beide Klassen. Nicht zufällig ist Klasse 19 die häufigste Kombinationsklasse zu Klasse 17.

Welche Klassen kombiniert man typischerweise mit Klasse 17?

Am häufigsten Klasse 19 für nichtmetallische Baumaterialien, Klasse 1 für chemische Erzeugnisse und Vorprodukte sowie Klasse 6 für Metallwaren. Ein Hersteller von Dichtungs- und Dämmsystemen deckt mit 17, 19 und 1 die typische Produktpalette ab, bei Metallvarianten kommt Klasse 6 dazu.

Hinweis: Diese Seite bietet allgemeine Registerstatistiken und Informationen zur Nizza-Klassifikation, keine Rechtsberatung. Die passende Klassenwahl hängt vom Einzelfall ab; maßgeblich ist die amtliche Klassifikation.

Quellen

EUIPO – Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum: Registerdaten zu Unionsmarken und internationalen Registrierungen mit EU-Schutzwirkung, Stand Juli 2026.

WIPO – Nizza-Klassifikation: Klassendefinitionen und Oberbegriffe (11. Ausgabe).

Methodik: eigene Auswertung von markencheck.ai; Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt.

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