🔩 Nizza-Klasse 6: Metalle & Metallwaren

114.446 Marken sind im EUIPO-Register für Klasse 6 erfasst, die Klasse für unedle Metalle, Metallwaren, Beschläge und Rohre (Stand Juli 2026). (Stand Juli 2026).

114.446

Marken im EU-Register

68.965

Beim EUIPO eingetragen

+22 %

Wachstum 2020–2024

53 %

Wortmarken-Anteil

Datenbasis: EU-Markenregister des EUIPO (Unionsmarken und internationale Registrierungen mit EU-Schutzwirkung), Stand Juli 2026.

Klasse 6 ist die Klasse der Metallwaren: Sie umfasst unedle Metalle und ihre Legierungen, Baumaterialien aus Metall, Schlösser, Beschläge, Rohre und Kleineisenwaren. Im EUIPO-Register sind 114.446 Marken für Klasse 6 erfasst, davon 68.965 eingetragen (Stand Juli 2026, EUIPO-Registerdaten). Die Klasse wächst kräftig: Die Neuregistrierungen stiegen von 4.758 im Jahr 2020 auf 5.789 im Jahr 2024, ein Plus von 22 Prozent, 2025 kamen 5.687 hinzu. Die Top-Anmelder lesen sich wie ein Branchenverzeichnis des industriellen Mittelstands: Der Schloss-Spezialist Abus führt mit 154 Marken, knapp vor Kohler (152), dem Bauelemente-Hersteller Kingspan (148) und dem Entwässerungsspezialisten ACO (142). Und dann, wie in einigen anderen Warenklassen auch, die UEFA mit 129 Marken, breit angelegtes Merchandising reicht eben bis zu Schlüsselanhängern und anderen Metallartikeln. 53 Prozent der Marken in Klasse 6 sind Wortmarken, die eigentliche Falle der Klasse liegt aber woanders: in der Material-Logik der Nizza-Klassifikation.

Was gehört in Klasse 6?

Klasse 6 umfasst unedle Metalle und deren Legierungen, Baumaterialien aus Metall, transportable Bauten aus Metall, Kabel und Drähte aus Metall (nicht für elektrische Zwecke), Kleineisenwaren, Schlösser und Beschläge, Rohre sowie Behälter, Tresore und andere Waren aus Metall. Die Nizza-Klassifikation sortiert hier streng nach Material: Dieselbe Ware wandert in eine andere Klasse, sobald sie nicht aus Metall besteht. Baumaterialien aus Holz oder Kunststoff gehören in Klasse 19, Möbel und viele Kunststoffwaren in Klasse 20, elektronische Schlösser in Klasse 9.

Typische Beispiele: Metallbaumaterialien, Beschläge, Schlösser aus Metall

Neue EUIPO-Registrierungen pro Jahr in Klasse 6

Die aktivsten Anmelder in Klasse 6

#AnmelderMarken
1Abus August Bremicker Söhne Kg154
2Kohler Co152
3Kingspan Holdings (Irl) Limited148
4Aco Ahlmann Se & Co Kg142
5Union Des Associations Européennes De Football (Uefa)129
6Schüco International Kg126
7Tata Steel Uk Limited124
8Wieland-Werke Ag107
9Weinor Gmbh & Co Kg105
10Rittal Gmbh & Co Kg101
Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt. Datenquelle: EUIPO-Registerdaten, Stand Juli 2026.

Wortmarke oder Bildmarke?

Wird oft kombiniert mit

Denke bei Klasse 6 in Produktfamilien statt in Materialien: In der Praxis wird sie am häufigsten mit Klasse 9 (smarte und elektronische Produkte), Klasse 20 (gleiche Waren aus Holz oder Kunststoff) und Klasse 19 (Baumaterialien nicht aus Metall) kombiniert. Frage dich vor der Anmeldung, ob dein Produkt in fünf Jahren noch aus demselben Material besteht und ob eine vernetzte Variante geplant ist, denn das Verzeichnis lässt sich später nicht erweitern. Und recherchiere vorab im Register: Mit Abus, Kohler, Kingspan und ACO sitzen in Klasse 6 etablierte Hersteller, die ihre Markenportfolios aktiv pflegen.

Typische Fehler bei Klasse 6

Der häufigste Fehler ist die unterschätzte Material-Logik: Wer sein Regalsystem, seine Boxen oder Beschläge nur in Klasse 6 anmeldet, verliert den Schutz für die Kunststoff- oder Holzvariante, die in Klasse 20 gehört. Produktlinien wechseln das Material öfter, als man bei der Anmeldung denkt. Zweiter Fehler: die Elektronik vergessen. Smarte Schlösser, vernetzte Zutrittssysteme und Sensorik fallen in Klasse 9, das rein mechanische Schloss in Klasse 6, moderne Sicherheitsprodukte brauchen fast immer beide. Und drittens die Bau-Grenze: Wer neben Metallprofilen auch Dämmstoffe oder andere nichtmetallische Baumaterialien anbietet, braucht zusätzlich Klasse 19.

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Häufige Fragen

Was fällt in Nizza-Klasse 6?

Klasse 6 umfasst unedle Metalle und Legierungen, Baumaterialien und transportable Bauten aus Metall, Schlösser, Beschläge, Kleineisenwaren, Rohre und Behälter aus Metall. Maßgeblich ist das Material: Besteht dieselbe Ware aus Holz oder Kunststoff, gehört sie meist in Klasse 20 oder 19.

Wer meldet die meisten Marken in Klasse 6 an?

Laut EUIPO-Registerdaten (Stand Juli 2026) führt der Schloss-Hersteller Abus mit 154 Marken vor Kohler (152), Kingspan (148) und ACO (142), dahinter folgt die UEFA mit 129 Marken. Die Liste zeigt: Klasse 6 ist die Klasse des industriellen Mittelstands, mit einem Überraschungsgast aus dem Sport-Merchandising.

Mein Produkt gibt es aus Metall und aus Kunststoff, welche Klasse brauche ich?

Beide. Die Nizza-Klassifikation sortiert nach Material: Die Metallvariante gehört in Klasse 6, die Kunststoff- oder Holzvariante je nach Ware meist in Klasse 20, nichtmetallische Baumaterialien in Klasse 19. Wer nur eine Klasse anmeldet, lässt die andere Produktvariante ungeschützt.

Welche Klassen kombiniert man typischerweise mit Klasse 6?

Am häufigsten Klasse 9 für elektronische und smarte Produkte, Klasse 20 für gleiche Waren aus anderen Materialien und Klasse 19 für Baumaterialien nicht aus Metall. Ein Hersteller mechanischer und smarter Schlösser deckt mit 6 und 9 die typische Lücke ab.

Hinweis: Diese Seite bietet allgemeine Registerstatistiken und Informationen zur Nizza-Klassifikation, keine Rechtsberatung. Die passende Klassenwahl hängt vom Einzelfall ab; maßgeblich ist die amtliche Klassifikation.

Quellen

EUIPO – Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum: Registerdaten zu Unionsmarken und internationalen Registrierungen mit EU-Schutzwirkung, Stand Juli 2026.

WIPO – Nizza-Klassifikation: Klassendefinitionen und Oberbegriffe (11. Ausgabe).

Methodik: eigene Auswertung von markencheck.ai; Zählung je eintragender Gesellschaft, Namensvarianten zusammengeführt.

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