DPMA-Markenrecherche: So durchsuchst du das DPMAregister (2026)
Die amtliche Markensuche des Deutschen Patent- und Markenamts Schritt für Schritt: Recherche-Modi, Suchfelder, Grenzen und wann du zusätzlich das EU-Register prüfen solltest.
Gründer & Entwickler von markencheck.ai
Veröffentlicht 2. Oktober 2026
Die DPMA-Markenrecherche läuft über DPMAregister, die kostenlose Online-Datenbank des Deutschen Patent- und Markenamts: DPMAregister Marken öffnen. Dort findest du angemeldete, eingetragene und zurückgewiesene deutsche Marken, ohne Registrierung und mit täglich aktualisierten Register- und Verfahrensdaten. Wichtig zu wissen: DPMAregister findet Treffer über die Schreibweise, eine Ähnlichkeitssuche bietet das Amt nach eigener Aussage nicht an. Dieser Guide zeigt dir, wie du die Suche bedienst, welcher Modus wofür taugt und wo du weitersuchen musst.
Was ist DPMAregister?
DPMAregister ist das amtliche, online kostenlos zugängliche Register des DPMA für Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs. Für Marken enthält es nationale deutsche Marken (Eintragungen zurück bis Oktober 1894, Anmeldungen seit 1998). Zusätzlich kannst du dort Unionsmarken der EUIPO und internationale Registrierungen (IR-Marken) der WIPO mit Schutz für Deutschland oder die EU aufrufen. Für diese fremden Datenbestände übernimmt das DPMA laut eigener Aussage aber keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit. Die Register- und Verfahrensstandsdaten aktualisiert das DPMA täglich, die Veröffentlichungsdaten wöchentlich. Du brauchst kein Konto, und die Recherche kostet nichts. Kosten entstehen erst bei der Anmeldung selbst, siehe Marke beim DPMA anmelden.
Die Recherche-Modi: Basis, Erweitert, Experten
Für Marken bietet DPMAregister drei Suchmodi und eine Monitoring-Funktion. Für eine erste Namensprüfung reicht meist die Basisrecherche; die erweiterte Recherche brauchst du, sobald du Felder kombinieren willst.
| Modus | Wofür | Typische Felder |
|---|---|---|
| Basisrecherche | Schnelle Suche in den meistgenutzten Feldern | Datenbestand, Marke, Aktenzeichen/Registernummer, Markenform, Anmelder/Inhaber, Waren/Dienstleistungen, Klasse(n), Bildklasse(n) |
| Erweiterte Recherche | Mehrere Felder einzeln verknüpfen | zusätzlich Vertreter, Anmeldetag, Tag der Eintragung, Bestandsart |
| Expertenrecherche | Komplexe Suchanfragen für Erfahrene | freie Abfrage-Syntax über alle Felder |
| Monitoring | Neu eingetragene Marken beobachten | Inhaber oder Klasse(n), kombinierbar |
DPMA-Markenrecherche Schritt für Schritt
1. DPMAregister öffnen und unter Marken die Basisrecherche wählen. 2. Beim Datenbestand festlegen, was durchsucht wird: nationale Marken, Unionsmarken und internationale Marken lassen sich einzeln an- und abwählen. Für eine Prüfung in Deutschland nimmst du alle drei mit. 3. Den Markennamen ins Feld „Marke“ eintragen. Suche nicht nur die exakte Schreibweise, sondern auch einzelne Wortbestandteile, Abkürzungen und naheliegende Schreibvarianten. 4. Über „Klasse(n)“ auf die Nizza-Klassen einschränken, in denen du die Marke nutzen willst. Welche das sind, erklärt Nizza-Klassen erklärt. 5. Die Trefferliste nach Status sichten: Relevant sind vor allem eingetragene Marken und laufende Anmeldungen, nicht gelöschte oder zurückgewiesene. 6. Für jeden interessanten Treffer die Detailansicht öffnen und Inhaber, Waren/Dienstleistungen, Anmeldetag und Verfahrensstand notieren. Bei Logos hilft das Feld „Bildklasse(n)“: Das DPMA ordnet Bildbestandteile nach der Wiener Klassifikation, darüber findest du Marken mit ähnlichen Motiven.
Die Grenze der Amtsdatenbank: ähnliche Marken
Das DPMA prüft bei der Anmeldung nicht, ob bereits identische oder ähnliche Marken eingetragen sind. Das schreibt das Amt selbst. Gleichzeitig ist in DPMAregister nach Aussage des DPMA eine Ähnlichkeitssuche nicht möglich; komplexe Ähnlichkeitsrecherchen bieten kommerzielle Dienstleister an. Für dich heißt das: DPMAregister findet, was du eintippst. Klangähnliche Namen („Lumora“ vs. „Lumoria“), andere Schreibweisen oder Übersetzungen tauchen nur auf, wenn du sie selbst als Suchbegriff ausprobierst. Genau diese Zeichen können aber eine Verwechslungsgefahr begründen. Plane deshalb eine systematische Variantensuche ein und bewerte kritische Treffer im Zweifel mit fachkundiger Hilfe.
Warum du zusätzlich das EU-Register prüfen solltest
Gegen eine deutsche Marke können laut DPMA nicht nur ältere deutsche Marken Widerspruch einlegen, sondern auch ältere Unionsmarken und IR-Marken mit Schutz für Deutschland. Eine Unionsmarke gilt in allen EU-Staaten, also auch hier. Eine Recherche nur im nationalen Bestand greift deshalb zu kurz. Das EU-Register durchsuchst du amtlich mit eSearch plus und TMview, siehe EUIPO-Markenrecherche. markencheck.ai setzt an derselben Stelle an, nur mit Ähnlichkeitsbewertung: Das Tool vergleicht deinen Namen phonetisch und visuell mit rund 1,7 Mio. aktiven Unionsmarken und berücksichtigt die Nizza-Klassen. Wichtig: markencheck.ai durchsucht ausschließlich das EU-Register der EUIPO. Rein nationale deutsche Marken prüfst du weiterhin im DPMAregister. Beides zusammen ergibt ein deutlich vollständigeres Bild.
Zusätzlich das EU-Register prüfen
Unionsmarken gelten auch in Deutschland. Gib deinen Namen ein und sieh ähnliche EU-Marken mit Score (DPMA-Marken sind nicht enthalten).
DPMAregister, TMview oder EU-Register: Wo suchst du was?
Die drei Datenbanken ergänzen sich. Welche du wofür nutzt, hängt davon ab, wo du die Marke einsetzen willst.
| Datenbank | Enthält | Gut für |
|---|---|---|
| DPMAregister (DPMA) | Deutsche Marken; EU- und IR-Marken ohne Gewähr | Nationale Prüfung, Registerstand deutscher Marken |
| eSearch plus (EUIPO) | Unionsmarken mit allen Falldetails | Status und Verfahren einer EU-Marke |
| TMview (EUIPO/TMDN) | Viele nationale Ämter plus EUIPO | Breiter identisch/ähnlich-Scan über Europa |
| markencheck.ai | Unionsmarken (EUIPO), keine DPMA-Daten | Ähnlichkeitsbewertung gegen das EU-Register mit Score |
Fazit
DPMAregister ist der kostenlose, amtliche Startpunkt für jede Markenrecherche in Deutschland: Basisrecherche für den schnellen Check, erweiterte Recherche für kombinierte Filter, Monitoring für neue Eintragungen. Die Datenbank findet aber nur, was du eintippst, und bewertet keine Ähnlichkeit. Ergänze sie deshalb um eine Variantensuche und einen Blick ins EU-Register, denn Unionsmarken gelten auch in Deutschland. Den Ähnlichkeitscheck gegen das EU-Register kannst du direkt hier starten: Markennamen prüfen.
Schritt für Schritt
DPMAregister öffnen
Rufe register.dpma.de auf und wähle unter Marken die Basisrecherche.
Datenbestand wählen
Aktiviere nationale Marken, Unionsmarken und internationale Marken, um alle in Deutschland wirksamen Marken einzubeziehen.
Namen und Varianten suchen
Trage den Markennamen ins Feld „Marke“ ein und wiederhole die Suche mit Wortbestandteilen und Schreibvarianten.
Auf Klassen einschränken
Filtere über „Klasse(n)“ auf die Nizza-Klassen deiner Waren und Dienstleistungen.
Treffer prüfen
Öffne relevante Treffer und notiere Status, Inhaber, Waren/Dienstleistungen und Anmeldetag.
EU-Register ergänzen
Prüfe zusätzlich Unionsmarken im EU-Register, da sie auch in Deutschland gelten.
Häufige Fragen
Wie kann ich das deutsche Markenregister abfragen?
Das deutsche Markenregister fragst du kostenlos über DPMAregister ab. Ohne Registrierung wählst du die Basisrecherche, trägst den Namen ins Feld „Marke“ ein und schränkst bei Bedarf auf Nizza-Klassen ein. Die Register- und Verfahrensdaten aktualisiert das DPMA täglich.
Ist die DPMA-Markenrecherche kostenlos?
Ja. Die Recherche in DPMAregister ist kostenlos und ohne Konto möglich. Gebühren fallen erst an, wenn du eine Marke anmeldest; online beginnen sie beim DPMA bei 290 Euro. Details stehen in Marke beim DPMA anmelden.
Wie finde ich heraus, ob ein Markenname geschützt ist?
Suche den Namen im DPMAregister für deutsche Marken und im EU-Register (eSearch plus oder TMview) für Unionsmarken, die auch in Deutschland gelten. Prüfe dabei nicht nur die exakte Schreibweise, sondern auch klangähnliche Varianten in deinen Nizza-Klassen. Für den Ähnlichkeitsvergleich gegen das EU-Register kannst du einen Markennamen prüfen lassen. Ein Treffer oder Nicht-Treffer ist keine rechtliche Bewertung.
Findet DPMAregister auch EU-Marken?
Teilweise. Im Datenbestand kannst du Unionsmarken und internationale Marken mit Schutz für Deutschland zuschalten. Das DPMA übernimmt für diese Daten aber keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit. Für Unionsmarken ist die amtliche Quelle das EUIPO mit eSearch plus und TMview.
Kann ich im DPMAregister nach ähnlichen Marken suchen?
Nicht direkt. Laut DPMA ist in DPMAregister keine Ähnlichkeitssuche möglich. Du findest Treffer über die Schreibweise und musst Varianten wie andere Schreibungen, Wortbestandteile oder Übersetzungen selbst als Suchbegriffe eingeben. Für Logos hilft die Suche über Bildklassen nach der Wiener Klassifikation.
Was ist der Unterschied zwischen DPMAregister und DPMAdirektWeb?
DPMAregister ist die Recherche-Datenbank, in der du bestehende Marken suchst. DPMAdirektWeb ist das Online-Portal, über das du selbst eine Marke anmeldest. Erst recherchieren, dann anmelden, so ist die sinnvolle Reihenfolge.
Prüft markencheck.ai auch deutsche DPMA-Marken?
Nein. markencheck.ai durchsucht derzeit ausschließlich das EU-Register der EUIPO, also Unionsmarken, die auch in Deutschland gelten. Rein nationale deutsche Marken prüfst du kostenlos im DPMAregister. Am vollständigsten ist die Kombination aus beidem.
Zusätzlich das EU-Register prüfen
Unionsmarken gelten auch in Deutschland. Gib deinen Namen ein und sieh ähnliche EU-Marken mit Score (DPMA-Marken sind nicht enthalten).
Was markencheck.ai zur DPMA-Recherche ergänzt
Findet klang- und schreibähnliche Unionsmarken, die eine reine Schreibweisen-Suche übersieht
Bewertet jeden Treffer mit einem Ähnlichkeits-Score und gleicht die Nizza-Klassen ab
Deckt das EU-Register ab, das auch in Deutschland gilt (keine DPMA-Daten, keine Rechtsberatung)
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